Die Finanzierungsvereinbarung für eine EU-Investition in Höhe von 101,4 Millionen Euro (119,5 Millionen US-Dollar) für den Bau des kroatischen Flüssigerdgas-Terminals (LNG) auf der Insel Krk wurde am Montag unterzeichnet.
Der Zuschuss trägt zu den geschätzten Gesamtkosten von 383,6 Millionen Euro bei, wie aus einer Erklärung der Europäischen Kommission hervorgeht.
Miguel Arias Cañete, EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie, erklärte: „Diese Investition wird nicht nur die Versorgung Kroatiens und Ungarns mit Erdgas ermöglichen, sondern auch die Diversifizierung der Energiequellen in Mittel- und Südosteuropa erhöhen und der Region einen wirtschaftlichen Aufschwung verleihen."
Im Rahmen ihrer Strategie der Energieunion hat sich die EU verpflichtet, fehlende Energieinfrastrukturverbindungen aufzubauen und sicherzustellen, dass jedes EU-Land Zugang zu mindestens drei verschiedenen Gasquellen hat.
Der Bau des LNG-Terminals, das zunächst als schwimmende Offshore-Einheit für Speicherung und Regasifizierung mit einer Jahreskapazität von mindestens 2 Milliarden Kubikmetern betrieben wird, wird die Versorgungssicherheit in Mittel- und Südosteuropa erhöhen. Darüber hinaus wird es die Wettbewerbsfähigkeit in der Region verbessern und als vorrangiges Projekt im Rahmen der Initiative zur Energievernetzung Mittel- und Südosteuropas (CESEC) zu einer effektiveren Integration wichtiger Infrastrukturprojekte beitragen.
Bis 2020 werden insgesamt 5,35 Milliarden Euro für transeuropäische Energieinfrastrukturprojekte im Rahmen der Fazilität „Connecting Europe" bereitgestellt.